Apple Mac OS X auf Standard PC Hardware (OSX86 / Hackintosh / HackMac) oder wie man günstig an einen Mac Pro kommt…

Schon seit ein paar Jahren kann ich ich ja privat und am Arbeitsplatzrechner auf umfangreiche Wartungsarbeiten verzichten – weil der Mac OS Rechner in der Tat wenig Ärger macht. Ich kann mich somit zumeist meiner Arbeit widmen, statt Unzulänglichkeiten des Betriebssystems auszubaden.

Als nun ein neuer Rechner für daheim anstand, war das bevorzugte OS also bereits entschieden. Man könnte annehmen, dies sei auch bereits eine Hardwareentscheidung – dem ist aber nicht so, schließlich läuft das Mac OS X auch ganz wunderbar auf normaler PC-Hardware, wenn man die richtigen (also unterstützten) Komponenten auswählt.

Klar, so einfach mit mit „echter Mac Hardware“ geht die Einrichtung natürlich nicht, aber es lohnt sich dennoch, weil…

  • so ein „Hack-Mac“ unterm Strich viel mehr Leistung fürs Geld bietet als echte Mac Hardware (die im folgenden näher beschriebene Konfiguration kostete z.B. insgesamt ca. 1.240 EUR netto, entsprechend ca. 1.470 EUR inkl. Mehrwertsteuer – was in Anbetracht der Leistung mehr als erschwinglich ist)
  • man unter dem Tisch nicht sieht, ob der Rechner in einem hübschen Apple Gehäuse steckt oder nicht
  • man kann sich etwas sehr nettes genau nach den eigenen Vorstellungen zusammenstellen, und bekommt den Rechner, den nicht wenige bei Apple vermissen: das Modell zwischen dem Apple iMac 27 Zollund dem Apple Mac Pro (siehe auch dieser Apple Mac Pro)


Auf die Installation gehe ich ggf. in einem späteren Blogartikel nochmal genauer ein. Der Prozess ist aber ohnehin auf der großartigen Website „tonymacx86“ detailliert erläutert, dort finden sich auch alle nötigen Downloads – außer dem Mac OS X, klar 😉

Auf Basis der o.g. Website und der Informationen von insanelymac.com (siehe hier, hier, hier und hier) erfolgte die Hardwareauswahl, die am Ende folgende (m.E. sehr empfehlenswerte) Konfiguration ergab:

Hardware Komponente Kommentar/Hinweis Preis inkl.MwSt. in €
Intel Core i7 2600 4x 3.40GHz So.1155 254,80
Gigabyte GA-Z68X-UD5 Mainboard Sockel LGA1155 ATX DDR3 Speicher 217.-
SAPPHIRE Radeon HD6870 1024MB GDDR5 LRTL PCI-E 256bit DL-DVI-I SL-DVI-D HDMI DisplayPort aktiv Durchaus spieletaugliche Grafikkarte, die nicht zuletzt 5 Monitore versorgen kann (!) – wobei unter Mac OS bisher „nur“ 4 Anschlussmöglichkeiten erkannt werden. Einziger bisher festgestellter Nachteil: Zumindest mit einem Ubuntu 11.04 verträgt sich die Karte nicht. Die Linux Partition ist daher noch nicht fertig – unter Mac OS und Windows 7 läuft die Karte ganz wunderbar. 153.-
Corsair Vengeance Arbeitsspeicher (PC1600, 16GB, CL9) DDR3-RAM Kit endlich mal ausreichend Arbeitsspeicher;-) 98.-
Western Digital WD20EARX Green 2TB interne Festplatte (8,9 cm (3,5 Zoll), 5400 rpm, 64MB Cache, SATA) (die Festplatte ist ingesamt 5x verbaut) 66.-
Fractal Design Define XL Black Pearl PC-Gehäuse ATX schwarz sieht mit dem Apple Aufkleber bei mir recht nett aus;-) 132.-
Be quiet BQT P9 PRO 650W PC-Netzteil 650 Watt 142.-
LG BH10LS30 Blu-Ray Brenner Retail schwarz (10x, LightScribe, SATA) auch wenn ich optische Laufwerke eigentlich fast nie nutze: Zu dem Preis kann schon ein Blue-Ray Laufwerk mit an Bord 78.-
Scythe SCMG-2100 Mugen II Prozessorkühler hier kann natürlich jeder andere für die CPU passende Kühler verwendet werden… 39.-
Und dann noch einiges an Kleinkrams:

alles zusammen ca. 20.-

Im Ergebnis habe ich nun einen sehr, sehr netten Rechner mit 10 TB Plattenplatz, 16 GB RAM u.v.m. für unter 1.500.- inkl. Lieferung, Betriebssystem etc. -ich finde, das ist ein guter Deal 😉

Update 11.09.2011:

Leider wollte sich der mittels Multi Beast installierte Treiber für die Onboard Soundkarte absolut nicht zum Funktionieren überreden lassen. Nach der Installation der „.kext“ Datei startete das System nicht mehr.

Nachdem wir da eine halbe Stunde reingesteckt haben, habe ich mich für den pragmatischen Ansatz entschieden: USB-Stick-Soundkarte für 6 EUR bestellt, eingesteckt, fertig: Die USB Devices (zumindest diejenigen ohne 5.1 oder 7.1 Sound) benötigen nämlich keinerlei Treiber.

Das ist auch schon darum klasse, weil man andernfalls den Audiotreiber nach jedem Update des Mac OS neu installieren müsste – mit dem USB Soundstick gibt es diese Notwendigkeit beim Hack Mac nicht.

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