Netgear WLAN Router WNDR3700 mit DD-WRT (alternative Firmware)

Es ist ja wirklich seltsam: Da kauft man einen WLAN Router, nimmt ihn mit der Standardsoftware in Betrieb…und wundert sich darüber, dass das „High Tech Teil“ so weit hinter den Erwartungen zurückbleibt, die der Hersteller geweckt hatte.

So geschehen z.B. bei meinem Buffalo WHR-HP-G54, der mit der installierten Firmware des Herstellers zwar halbwegs funktionierte, aber dauernd Verbindungsabbrüche bei Windows Rechnern erzeugte, sobald Mac OS Clients zum WLAN verbunden waren. Hinzu kam eine eher enttäuschende Performance. Glücklicherweise ist der Markt der WLAN Router das Hardwaresegment, wo ein Austausch der Hersteller-Firmware gegen freie Software problemlos möglich ist (wobei Buffalo ja sogar GPL-Software als Basis für seine Firmware verwendet).

Nach einiger Recherche hatte ich mich aufgrund des nicht allzu leistungsstarken Prozessor des Buffalo G54 Gerätes für die Tomato Firmware entschieden, die mit einem ausreichenden Funktionsumfang, einem sehr schlanken, tauglichen Interface und nicht zuletzt mit extremer Stabilität auftwarten kann.

Also die Firmware installiert, alle Einstellungen vorgenommen – et voilà: Alle Probleme gelöst. Außer anläßlich eines Umzugs musste ich das Gerät seitdem nicht mehr neu starten oder vom Stromnetz trennen. Statt dessen erfreue ich mich an Eigenschaften, die man sonst einem buckligen Auto nachsagte: Er läuft und läuft und läuft.

Für ein zweites Netzwerk bei mir nebst eigenem DSL Anschluss kam vor einigen Monaten ein Netgear WNDR3700 ins Haus (siehe auch Produktseite bei Netgear.de). Wie immer bei Technikprodukten darf der geneigte Leser davon ausgehen, dass ich mich vor dem Kauf umfassend informiert hatte 😉

Der Funktionsumfang stimmte also, auch die Leistungsfähigkeit der Hardware (Atheros AR7161 680 MHz CPU, 64MB RAM, 16 MB Flash, Realtek RTL8366SR Switch, Dual Band Technologie mit 2.4 GHz/AR9223 und 5 GHz/AR9220…).

Schade nur, dass die Performance so gar nicht stimmen wollte – insbesondere im internen Netz. Da sich hier sehr unterschiedliche Devices zum WLAN verbinden (iPhone 1, iPhone 4, ein alter Dell Laptop, ein MacBook Air, ein MacMini u.v.m., wenn die Familie zu Besuch ist..), kann ich auf einen „mixed mode“ nicht verzichten. Auch Device-spezifische Optimierungen scheiden somit eigentlich aus, wenn ich zu Hause nicht die ganze Zeit IT-Support leisten will. Wir erwarten also nicht das letzte Quentchen an Performance, wenn ich das brauche, greife ich auf Gigabit Ethernet Verkabelung zurück 😉 Dennoch: Mehr als 1 MB/Sek. dürfte schon gerne zwischen den Clients erreicht werden – auch wenn die Rahmenbedingungen (hinsichtlich der Geräte) alles andere als ideal sind.

Gut, dass bei der Auswahl des Gerätes auch der volle Support des Gerätes durch DD-WRT (Link zum Wikipedia Artikel) ein Entscheidungskriterium war.

Ich habe also anhand der guten gerätespezifischen Dokumentation im Wiki auf DD-WRT.com die DD-WRT Firmware eingespielt und eingerichtet, was nur ca. 20 Min. in Anspruch genommen hat (inklusive Vornahme aller Einstellungen für das Netzwerk wie WPA2 Verschlüsselung, Gästenetz mit einfacherem Zugang etc. pp.).

Die gesamte Installation und Einrichtung lief völlig problemlos, die Ping-Zeiten sind erheblich gesunken und im Ergebnis gehen nun nicht mehr 1 MB/Sek., sondern immerhin mal 5 MB/Sek. übers interne Netzwerk (via WLAN). Operation erfolgreich, würde ich sagen 😉

Und getreu dem Motto „if it ain’t broken, don’t fix it!“ werde ich mir weitere Optimierungen jetzt erstmal sparen, das kommt ggf. später. So „out of the box“ läuft das Gerät ja bereits erstaunlich gut.

Ein Kommentar

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  1. Dann besteht ja noch Hoffnung für meine Hardware. Ich behalte das mal als Plan im Auge. Wäre schön, wenn Du weiter Bericht erstattest.

    Übrigens sind die Felder für die Mail-Adresse und Website in Deinem Blog für mich leider zu kurz geraten. Ansonsten finde ich den Blog aber wirklich großartig, der Informationsgehalt ist sehr hoch und die Artikel lesen sich richtig gut. Ein großes Lob an dieser Stelle.

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