Podcast „Welt am Draht“ zum Thema Barrierefreiheit

Die Podcast Serie „SWR2 Wissen“ (gibt es auch über die anderen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten) ist generell sehr empfehlenswert. Die Selbstbeschreibung „Ein akustisches Sachbuchprogramm“ trifft es sehr gut: Informationen aus allen Bereichen des Lebens, professionell recherchiert und produziert und somit ein gutes Argument für den gebührenfinanzierten Rundfunk 🙂

Aktuell gab es eine Ausgabe zum Thema Barrierefreiheit, die als allgemeiner Einstieg (und ggf. als Argument für einen Kunden) ganz gut taugt:

CeBIT Messe Hannover 2009: komplette Halle für Open Source

Die Veranstalter der Messe reservieren auf der CeBIT 2009 eine komplette Halle für das Oberthema „Open Source“ – und haben auch gleich zwei griffige Titel für die Aktivitäten rund um quelloffene Software ins Leben gerufen:

  • CeBIT Open Source“ erstmals eigenständig in Halle 6
  • Call for Projects„: CeBIT startet internationale Ausschreibung für Open- Source-Projekte

Die Pressemitteilung leitet mit stark deklaratorischem Charakter in das Thema ein:

Hannover. Open-Source-Programme sind längst keine technischen Spielereien mehr, sondern werden von vielen Unternehmen und öffentlichen Institutionen inzwischen als Alternative zu herkömmlichen Applikationen eingesetzt. (…)

Gut, dass wir das schonmal festgehalten haben 😉

Die Messe leitet daraus einen eigenständigen Schwerpunkt in Halle 6 ab und betitelt das mit „freie und offene Software“, was sich gut anhört. Denn wer „freie“ und „offene“ Software zu differenzieren weiss, hat zumindest gewisse Kenntnisse von FOSS – und springt nicht nur auf das Modewort „OpenSource“ auf. Man will „die neuesten lizenzfreien Software-Entwicklungen“ vorstellen und ein durchgehendes Vortragsprogramm anbieten. Hierbei soll es u.a. um den praktischen Einsatz von Open-Source- Lösungen in Unternehmen und Behörden gehen.

„Die Open-Source-Bewegung ist ein faszinierendes Phänomen und ein wichtiger Teilaspekt der ‚Webciety'“

…erklärt CeBIT-Chef Dr. Sven-Michael Prüser.

„Ähnlich dem Wikipedia-Prinzip basiert die Open-Source-Bewegung auf der Entwicklungskompetenz des Internets. Die gesamte Welt wird als ein Pool von Talenten begriffen, deren zusammengetragenes Wissen Usern in aller Welt nutzt. Diesen offenen und schöpferischen Gedankenaustausch wird die CeBIT künftig noch stärker fördern“

…führt Prüser fort.

Unter dem Stichwort „Webciety“ wird die CeBIT 2009 sämtliche Entwicklungen des Internets bündeln und für den Besucher erlebbar machen.

„Call for Projects“

Den „Call for Projects“ gebe ich mal im Originaltext wieder:

Bereits im Vorfeld der Messe ruft die CeBIT gemeinsam mit der Linux New Media AG die internationale Open-Source-Gemeinschaft auf, sich für einen Auftritt in Hannover zu bewerben. Gesucht werden freie Software-Projekte, die für den Einsatz in Unternehmen geeignet sind und von einer aktiven Community entwickelt werden. Interessenten können ihre detaillierten Projektbeschreibungen bis zum 30. Oktober 2008 unter www.linux-magazin.de/cfp einreichen. Die innovativsten Open-Source-Projekte werden anschließend von einer internationalen Fachjury, bestehend aus Entwicklern, Fachredakteuren und Wissenschaftlern, ausgewählt und bekannt gegeben.

Neben der Präsentation auf der CeBIT 2009 erhalten die Gewinner die Möglichkeit, ihre Arbeiten auf den Webseiten des internationalen Linux Magazine und des deutschen Linux-Magazin Online vorzustellen.

„Linux ist das Vorzeigeprojekt, das Open-Source-Software auf dem weltweiten Markt populär gemacht hat. Doch Linux ist bei weitem nicht alles, die Szene hat viel mehr zu bieten. So gibt es viele kleine Projekte, die ebenso spannende Lösungen parat halten, bislang jedoch noch auf ihren breiten Durchbruch warten. Genau diesen Projekten wollen wir als CeBIT die Chance geben, sich der digitalen Welt zu präsentieren“

…sagt Prüser.

Unterstützt wird die CeBIT Open Source von der Linux Foundation, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich dem Schutz und der Fortentwicklung des gleichnamigen Betriebssystems verschrieben hat. Die Stiftung ist zugleich Arbeitgeber des Linux-Erfinders Linus Torvalds.

„Die Linux Foundation ist sehr erfreut, dass eine so große und wichtige IT-Messe wie die CeBIT die Aufmerksamkeit auf das Thema Open-Source- Software lenkt. Wir unterstützen die Messe gern im Vortragsprogramm und freuen uns, dass wir dazu beitragen, dass Open-Source-Software noch weitere Verbreitung findet“

…erklärt Amanda McPherson, Vizepräsidentin für Marketing und Entwicklerprogramme bei der Linux Foundation.

Quelle: Pressemitteilung CeBIT

Fazit: Sehr nett, dass der Open Source Szene auch auf der CeBIT ein prominenter Platz gestellt wird, ist doch diese Messe sonst stark von den Platzhirschen der proprietären Software geprägt. Und so haben deren Kunden auf der CeBIT die Chance, sich noch eine Zweitmeinung einzuholen 🙂

Open Social – erster Überblick, Videos, Links…

Aktuell schauen wir uns gerade Open Social genauer an um zu sehen, ob wir eine Integration ins papaya CMS implementieren wollen.

In Kürze gibt es dazu hier noch ein Update mit weiteren Informationen (Argumente pro/contra, technische Bedenken/Probleme etc.) und nicht zuletzt unserer Entscheidung. Bis dahin hier schonmal einige Informationsfragmente und Links zum Thema, die wir bei der Recherche lesenswert fanden:

Open Social – was ist das, worum geht es?

Ein guter Einstieg ist ja oftmals Wikipedia, wo natürlich auch zu OpenSocial ein umfangreicher Artikel zur Verfügung steht. Hierin fasst man das Thema mit folgenden Zeilen zusammen:

OpenSocial ist eine Menge von Programmierschnittstellen für Anwendungen in webbasierten sozialen Netzwerken. OpenSocial wird von Google entwickelt und wurde am 1. November 2007 veröffentlicht.

Anwendungen, welche die OpenSocial-API nutzen, sind mit jedem anderen sozialen Netzwerk interoperabel, welches dieses auch unterstützt, so können Funktionen von Seiten wie MySpace und Friendster miteinander verknüpft werden. Zum Start von OpenSocial sind aus Deutschland lediglich das Business Netzwerk XING und der Einladungs- und Ticketservice amiando dabei.

Die Technologie basiert weitgehend auf offenen Standards wie HTML und JavaScript. OpenSocial unterstützt vier APIs für social software-Anwendungen für den Datenzugriff und Kernfunktionen teilnehmender sozialer Netzwerke. Jede API zielt auf unterschiedliche Aufgaben: eine generelle Javascript-API, eine für Menschen (Menschen und deren Beziehungen), eine für Aktivitäten (Veröffentlichungen) und eine für Single Sign-On.

Weitere Informationen

Näheres speziell zur Idee des ganzen und zur Technik gibt es auf der Website des Projektes bei code.google.com. Dort gibt es auch eine Liste der Unternehmen bzw. der Portale, die Open Social bereits einsetzen (oder sich zumindest dazu bekannt haben, es einbauen zu wollen).

Videos / Präsentationen / Tutorials zum Thema

Google hat natürlich eine Youtube Playlist mit diversen Videos zu OpenSocial:

FAQs zu OpenSocial

Die folgenden Punkte sind auch der Google-Website entnommen, ich habe mal die meines Erachtens wichtigsten FAQ Einträge übernommen:

What is the basic architecture of a social application that uses the OpenSocial API?
OpenSocial applications use Google’s gadget architecture but with extensions that provide programmatic access to social data within its container environment. Similar to gadgets, OpenSocial apps are hosted XML documents with HTML/JavaScript within their bodies. Social apps have most of the infrastructure of gadgets available to them but with a few minor exceptions.

Where do OpenSocial apps run?
One of the initial environments for social apps which use the OpenSocial APIs is Orkut. Other OpenSocial enabled websites are expected to launch support for developers soon.

How do I create social apps using OpenSocial?
Social apps are initially created in the same manner as gadgets: with your favorite text editor or within the Google Gadgets Editor. They then can be augmented with the OpenSocial JavaScript APIs, where they can fetch and post social data about friends and activities.

Does OpenSocial require any special markup languages or plug-ins?
No. OpenSocial uses standard JavaScript, HTML, and XML.

What resources do I need to create an OpenSocial gadget?
Other than a good idea and a few minutes to write JavaScript and HTML, you don’t need any. Google will do all the hosting for you if you want, but you are also free to use your own servers.

Can OpenSocial apps use Flash?
Yes. Similar to gadgets, it is possible to embed Flash content into a social app.

Can OpenSocial apps interact with other websites?
Yes, social apps have the ability to fully interact with outside 3rd party applications using standard web protocols.

What other JavaScript libraries can I use?
All of them! Dojo, Prototype, JQuery, GWT, etc.

What languages can I use on my server?
All of them! PHP, Ruby on Rails, Java, etc.

Das hört sich spannend an – wie startet man am besten?

Genauer ansehen muss man sich dazu folgende Seiten:

Bevor man sich die ganzen Links im Detail ansieht, macht dieses Video auf jeden Fall Sinn – hierin werden die für OpenSocial verfügbaren Ressourcen kurz vorgestellt:

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Lesenswerte Blogartikel anderer zum Thema OpenSocial

Fazit

Wie eingangs bemerkt ist es noch zu früh für ein wirkliches Fazit – spannend auf jeden Fall, ob das technisch so gut und ausgereift ist, dass wir darauf aufsetzen wollen, gilt es noch zu klären. Später mehr dazu…

Update / Ergänzung (2008-10-31)

Eine sehr lesenswerte Ausführung zum eng verwandten Thema „Open ID“ / „OpenID“ habe ich gerade bei Pixelsebi.com gefunden – zu dem Thema werde ich hier im Blog auch nochmal nachlegen 😉

Update / Ergänzung (2008-11-17)

hot Papaya

Mal wieder eine nette Aufmerksamkeit eines Kollegen erhalten: „Hot Papaya“ Schokolade von Lindt (Schokolade mit Papaya und Chili, sehr interessanter Geschmack…)

MySQL Gründer Michael „Monty“ Widenius investiert in Open Source Unternehmen

Der Gründer von MySQL (Michael „Monty“ Widenius) hat gezeigt, dass man mit einem Open Source Geschäftsmodell durchaus operativ Geld verdienen kann – und durfte sich ja neulich über ein „Sahnehäubchen“ hierauf freuen, als MySQL von Sun übernommen wurde.

Sympathisch ist, dass er seine nun wohl umfangreich vorhandenen finanziellen Ressourcen wieder in Open Source Companies steckt. Vor ca. 1 Woche hat Widenius in die finnische Fa. IT Mill investiert. Was die Damen und Herren von der „IT-Mühle“ so tun, liest sich in der Selbstdarstellung so:

Oy IT Mill Ltd is a Finnish software company specializing in the design and development of Rich Internet Applications. We offer high-quality planning, implementation and support services for our customers‘ software projects, as well as sub-contract software development. Our home-grown development software allows us to build high-quality web systems cost-effectively.

o.k., irgendwas mit RIA, aufgebaut auf Java. Gut, muss man vielleicht auch nicht genauer verstehen, viel interessanter sind die von Monty aufgezählten Argumente für ein Investment – die darauf hindeuten, dass er in erster Linie nach gesundem Menschenverstand und einem bischen Bauchgefühl investiert:

  • The company is profitable and has been so for a long time.
  • The company knows how to growing organically according to it’s profit. (This is very important to know even if one later decides to grow exponentially with the help of investments)
  • The company It’s has been growing rapidly the last few years (50 % growth per year for 3 years)
  • IT mills founder and CEO, Joonas Lehtinen, is burning with a passion for his company, his team and his product.
  • The staff seams to be really dedicated to their job and to their leaders (at least as far as I can tell from my visit to their head quarter and spending time with a lot of them in a hot Sauna with *some* vodka to get out the whole truth about the company dynamics)
  • Last, but not least, they have well working stable product, that is well received by their customers and that may well be a trend setter for how advanced web applications may be built in the future.

Hört sich viel plausibler als viele Investment Stories der letzten 10 Jahre, in denen ich den Markt so beobachte 🙂

Open Source – musikalisch betrachtet

Habe gerade das Stück hier auf Hobnox gefunden – trifft zwar musikalisch nicht ganz meinen Geschmack – zeigt aber, dass „Open Source“ nicht nur in der Welt der Softwarentwicklung eine Rolle spielt. Wenn sich das in der Musik bzw. sonstigen Medienlandschaft weiter fortsetzt, sehen wir rosigen Zeiten entgegen 🙂

Köln darf stolz sein: rechtsextreme Kundgebung von „Pro Köln“ ist auf ganzer Linie gescheitert

Es gibt ja irrsinnig viele Gründe, Köln zu lieben – und noch weit vor Kölsch und Karneval sind es natürlich vor allem die Menschen, die den Charme dieser Stadt ausmachen. Interessanterweise scheinen die Macher der rechtsextremen Vereinigung „Pro Köln“ genau diese Menschen aber schlecht zu kennen – naja, politisch extreme Gruppierungen neigen ja regelmäßig dazu, ihren Rückhalt in der Bevölkerung stark zu überschätzen…

Auf jeden Fall hat sich Köln in den letzten Tagen von seiner besten Seite gezeigt und den sog. „Anti Islamisierungskongress“ von „Pro Köln“ platzen lassen – Friedlich. Und mit Musik, Kölsch und einem kleinen bischen Karneval.

Und so fasste dies der Kölner Stadtanzeiger (KStA) zusammen:

Hier noch ein zweiter, abschließender Beitrag zum Thema:

Das ist in der Tat klasse an Köln (und war auch schon im Ruhrgebiet, wo ich geboren bin so): Man hat einfach die Gewißheit, dass Nazis hier niemals ernsthaft Fuß fassen könnten – zu liberal ist die Stadt, zu couragiert die Menschen.

Danke, Köln.

Als Frage bleibt dann vielleicht noch eines: Wenn die Vertreter von „Pro Köln“ so wenig über ihre Mitmenschen wissen, wenn sie die Kölsche so schlecht einschätzen können…wie sieht es mit deren Heimatverbundenheit überhaupt aus? Sind die überhaupt Kölner? Oder kann man die vielleicht ausweisen? Obwohl, das will man nichtmals Düsseldorf antun 🙂

P.S.:

Auch 1992 hatte Köln schonmal klar gemacht, dass nicht die Ausländer, sondern die Rechtsextremen nicht erwünscht sind:

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Firefox: Mehrere Versionen parallel betreiben auf Mac OS X

Keine grosse Neuigkeit, eigentlich eher nur eine „note to myself“ 🙂

Unter MacOS X ist es ohne jegliche Verrenkungen möglich, verschiedene Versionen des Firefox Browsers nebeneinander zu installieren:

  1. Bestehenden Firefox Ordner unter „Programme“ (bzw. „/Applications“) umbenennen (z.B. zu „Firefox 2“).
  2. Dann den gewünschten Browser (z.B. Firefox 3) installieren
  3. Beim Kopieren der Anwendung in den o.g. Ordner wird dann entsprechend wieder der Ordner „Firefox“ angelegt
  4. Fertig – sagte ich schon, dass ich arg froh bin, auf den Mac umgestiegen zu sein? 🙂

Wer sich weitergehend damit befassen möchte (um z.B. Ordnung in die Firefox Profile zu bringen oder um beide Versionen auch tatsächlich parallel öffnen zu können) mag vielleicht bei datenkind.de vorbeischauen, wo ich folgende 2 sehr lesenswerte Blogeinträge gefunden habe:

NRW08 / Slides von Thomas Weinert zur Optimierung der Frontend Performance

Mein Kollege Thomas Weinert hat auf der Community Konferenz „NRW08“ einen Vortrag zur Optimierung der Frontend Performance gehalten – hier sind die Slides zum Nachlesen:

GEMA – „ästhetisch und technologisch noch im 20. Jahrhundert“

Der Künstler Johannes Kreidler hat ein Stück “komponiert”, das 33 Sekunden lang ist und 70.200(!) “Zitate” (= Schnippsel) aus fremden Werken enthält. Nun möchte er eine entsprechende Anzahl von GEMA-Anmeldeformularen bestellen, ausfüllen und einreichen. Sehr gelungene Aktion, die die Grenzen des herkömmlichen Urheberrechts im digitalen Zeitalter deutlich macht. Schade, dass das nicht auf der Startseite von Hobnox gezeigt wird!

Aber seht selbst:

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

(Credits: Text von Sascha Kersken)