Daily WTF: Autoresponder im eCommerce

…oder wie man es nicht machen sollte – gerade diese nicht allzu kundenverständliche Mail eines Amazon Merchants erhalten:

------------- Anfang der Nachricht -------------

!R! CALL ARKT; EXIT;

Da fragt man doch gerne mal zurück: WTF? 😉

Sinkende Lizenzeinnahmen trotz fortlaufender Portfolioerweiterung bei Open Text

Eins vorab: Natürlich ist das kein Indiz für das Verschwinden von kommerzieller Software – gleichwohl fand ich eine Meldung von CMSWire.com recht interessant.

Open Text hat wohl seine aktuellen Geschäftszahlen vorgelegt – und darin sind einige Zahlen beachtenswert:

Total revenue: US$ 217.4 million, up 3% compared to US$ 211.4 million for the same period in the prior fiscal year

Der Umsatz insgesamt hat sich also leicht verbessert.

License revenue: US$ 42.6 million, down 10% compared to US$ 47.3 million for the same period in the prior fiscal year

Die Lizenzeinnahmen sind also um gut 10% gesunken.

  • GAAP net income: US$ 21.7 million compared to US$ 1.7 million for the same period in the prior fiscal year
  • Operating cash flow: US$ 48.9 million compared to US$ 4.5 million for the same period in the prior fiscal year

Beim Erlös und beim Cash flow also erhebliches (fast nur noch mit Änderung des Berechnungsverfahrens zu erklärendes) Wachstum.

Die gesunkenen Lizenzeinnahmen hat CEO John Shackleton wohl wie folgt zu erklären versucht:

I am disappointed with our license revenue this quarter. Europe was especially impacted, with current economic challenges slowing the pace of our customers‘ IT spending cycles…

Aber ist das wirklich so?

Wenn ich mir die o.g. Zahlen ansehe (und berücksichtige, wie viele Unternehmen Open Text so in den vergangenen Jahren übernommen hat), so drängt sich mir eine andere Schlußfolgerung auf:

  • das weiterhin ganz gute Ergebnis hängt vor allem mit Zukäufen zusammen
  • nur dank dieser Zukäufe konnten überhaupt die 90% der Vorjahres-Lizenzeinnahmen realisiert werden, ohne die Übernahmen sähe das Ergebnis noch deutlich schlechter aus
  • gerade im Kerngeschäft von Open Text (nämlich CMS bzw. ECMS) scheint es zunehmend schwieriger zu werden, Lizenzen abzusetzen – kein Wunder, gibt es doch mittlerweile viele Alternativen zu Open Text, Red Dot & Co.

VirtualBox Images kopieren; Netzwerkinterfaces eth0, eth1, eth2…; Netzwerk funktioniert nicht?

Kopiert man VirtualBox Images mit Linux-Systemen als Gast (zumindest Ubuntu und Debian, ggf. weitere), funktionieren oftmals die Netzwerkeinstellungen nicht mehr.

Dies liegt daran, dass bei VirtualBox i.d. Regel nur das Festplatten-Image, nicht jedoch die Konfiguration der virtuellen Hardware kopiert wird (wie das z.B. bei vmWare der Fall ist). Vergleichbar ist dies also mit dem Einbau der Festplatte in eine andere Rechner-Hardware.

Um zu verhindern, dass Netzwerkkonfigurationen z.B. durch den Einbau neuer Hardware ungültig werden, werden die Konfigurationen (z.B. für das Device eth0) an die Hardwareadresse (MAC-Adresse) der jeweiligen Netzwerkkarte gebunden.

Das heisst also:

  • bei der Neuinstallation eines Linux-Systems befindet sich eine Netzwerkkarte im Rechner
  • diese wird als eth0, also als erstes Netzwerkdevice am Bus identifiziert
  • das Betriebssystem speichert in der Datei /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules die Zuordnung dieser Netzwerkkarte (über die MAC-Adresse) zum Devicenamen „eth0“
  • die Netzwerkkarte bzw. das Netzwerk wird konfiguriert (feste IP-Adresse vs. DHCP etc.) in der Datei /etc/network/interfaces

Der Eintrag in o.g. /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules sieht ungefähr wie folgt aus:

# PCI device 0x10ec:0x8168 (r8169)
SUBSYSTEM=="net", ACTION=="add", DRIVERS=="?*", ATTR{address}=="6c:62:6d:0d:9c:93", ATTR{dev_id}=="0x0", ATTR{type}=="1", KERNEL=="eth*", NAME="eth0"

Wird nun das Festplattenimage auf einen anderen Rechner kopiert, so wird i.d. Regel eine neue virtuelle Maschine angelegt, wobei VirtualBox automatisch eine zufällige MAC-Adresse für die virtuelle Netzwerkkarte erzeugt.

Beim Start erkennt das Linux-System dann ein neues Interface und trägt dieses in der Datei /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules ein. Da die bisher verwendete ID (in unserem Beispiel eth0) ja bereits vergeben ist, wird entsprechend hochgezählt: Die neue virtuelle Karte erhielte dann z.B. eth1.

Da in /etc/network/interfaces die Konfiguration jeweils für das spezifische Device definiert wird (z.B. eth0), greift sie entsprechend für eth1, eth2, eth3 etc. nicht – das Netzwerk funktioniert also nicht, da das in der VM verfügbare Netzwerkdevice noch unkonfiguriert ist.

Es muss also vor dem Start des Gastes manuell eingegriffen werden. Hierfür kommen 3 Optionen in Betracht:
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Agile Entwicklung vs. Wasserfallmodell & Co.

Dass agile Entwicklung bisweilen erhebliche Vorteile gegenüber althergebrachten Entwicklungsmethoden hat ist hinlänglich bekannt. In diesem Zusammenhang sehr interessant ist die nüchterne Betrachtung des Projekterfolgs je nach Vorgehensweise, den Eberhard Huber im „projekt (B)LOG“ vollzieht:

Quelle: projekt (B)LOG - http://www.pentaeder.de/

Serviert wird diese Grafik unter der Überschrift…

Das Wasserfallmodell bleibt problematisch

– eine Aussage, die wir eindeutig teilen.

Ebenso wie die Schlußworte des Autors:

Es bleibt m.E. problematisch, dass das Wasserfallmodell immer noch in 30% der Projekte eingesetzt wird.

Nebenbei: Das projekt(B)LOG ist es m.E. in jedem Falle wert, den Weg in den RSS Reader zu finden.

Java 4 ever

Eigentlich ist ja PHP unser Kerngeschäft, aber das ist schlichtweg zu genial, um die werten Leser nicht damit zu erfreuen 😉

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Open Source ist die Zukunft: Junge Entwickler bevorzugen Open Source, bevorzugen Linux und PHP

Nur in aller Kürze der Verweis auf eine nicht allzu überraschende und gleichwohl schöne Aussage von Forrester:

„Forrester: Junge Entwickler bevorzugen Linux und PHP“ – so titelt ZDNET.

ZDNET bezieht sich wie folgt auf eine aktuelle Forrester Veröffentlichung:

Das Interesse an Open Source hat heute (…) nichts mehr mit billiger Software zu tun. Vergleiche man Forrester-Zahlen von 2008 mit denen von 2010, so sei festzustellen, dass die Bedeutung des Kriteriums der Kosten deutlich abgenommen habe. 83 Prozent der IT-Verantwortlichen nennen heute „Schnellere Umsetzung von Geschäftsprozessen“ als Grund für die Verwendung von Open Source, 81 Prozent „Unterstützung von Firmenwachstum“.

Die Quote der Firmen, die Open Source einsetzen, lag 2008 bei 40 Prozent. 2010, als man die Mitarbeiter der gleichen Firmen erneut befragte, sagten rund 80 Prozent, sie nutzten Open Source.

Update:

Auch opensource-weblog.de hat dazu ein paar Zeilen…

papaya CMS / SVN Freigabe

Bei uns stand schon seit geraumer Zeit an, das SVN öffentlich zu machen – das haben wir soeben endlich nachgeholt.

Ab sofort stehen neben den „Nightlys“ also auch ein SVN Repository und ein Web-SVN für das papaya CMS zur Verfügung.

Radiointerview WDR 5

Letzte Woche wurde bei uns angefragt, ob wir jemanden für ein kurzes Interview zu temporären Mailadressen hätten. Die Zielgruppe des WDR5 ist wohl am ehesten mit „Generation 50+“ zu umschreiben – gerade daher fand ich das ganz spannend und habe zugesagt.

WDR 5 Scala – Aktuelles aus der Kultur (Ab Minute 38 und 3 Sekunden beginnt das Interview), Sendung vom 09.04.10

Statistik zur Verbreitung von Bildschirmauflösungen

Es ist ja schwer, zur Verbreitung von Bildschirmauflösungen harte/belastbare Zahlen zu erhalten: Die Information ist ja nur mit JavaScript zu bekommen – also nur mittels Tools wie GoogleAnalytics, Piwik oder ähnlichem. Und diese wiederum passen zumeist nicht wirklich zu den Datenschutzerklärungen der meisten Seitenbetreiber oder nicht zum jeweiligen Datenschutzgesetz.

Insofern sind auch die folgenden Zahlen mit Vorsicht zu genießen: Sie sind vielleicht repräsentativ, müssen es aber nicht sein:

Gruppe 1 (größere/moderne Auflösungen)

1280 x 1024 28,3%
1680 x 1050 6,3%
1152 x 864 3,6%
1920 x 1200 3,3%
1440 x 900 3,0%
1600 x 1200 2,6%
1400 x 1050 1,8%
1280 x 960 1,3%
Summe: 50,2%

Gruppe 2 (bisheriger „Office-Standard“ und kleinere Breitbild-Laptops)

1024 x 768 39,0%
1280 x 800 4,5%
1280 x 768 0,8%
Summe: 44,3%

Gruppe 3 (Netbooks, ältere Geräte und sonstiges)

800 x 600 2,6%
andere 2,9%
Summe: 5,5%

Quelle für die Daten: www.webhits.de

rsync über FTP mit fuse

Es ist schon spät, daher eine eher Staccato-artige Zusammenfassung in der Hoffnung, dass das noch für andere hilfreich sein könnte:

Problem:

Man will Daten von Server A (unter Linux, voller Zugriff) auf oder von Server B (nur FTP, kein anderer Zugriff) kopieren bzw. mit diesem Server abgleichen (Konkreter Anwendungsfall: Man will verschiedene WordPress Installationen nebst Plugins automatisiert von einem zentralen Server updaten).

Normalerweise nähme man rsync – hätte man weiter reichenden Zugriff auf Server B als eben FTP:

Lösung:

Die benötigten Pakete installieren mit dem $Installer-Deiner-Wahl, hier z.B. mit apt:

apt-get install curlftpfs

Abhängigkeiten sollten dann (wenn man etwas taugliches nutzt) automatisch aufgelöst werden, das Paket curlftpfs hängt natürlich vom fuse ab. Falls das nicht automatisch passieren sollte, bitte manuell nachhelfen:

apt-get install fuse-utils libfuse2

Dann ein Verzeichnis anlegen, in das wir später das „FTP Laufwerk“ mounten wollen, z.B.

mkdir /home/www/mount/servername

Nun das FTP Share mounten:

curlftpfs USERNAME:PASSWORD@SERVER-ADRESSE /home/www/mount/servername/

Und vóila: Der FTP Server sollte nun über das lokale Dateisystem verfügbar sein und somit plötzlich auch für rsync.

Bei der rsync Anwendung sind aber ein paar Sachen zu beachten, da ansonsten stets Fehler auftreten (Dateien können nicht geschrieben werden etc.).

Man will z.B. die sonst sehr gern genommene Option „-a“ oder, mein Klassiker, „-avz“ nicht nutzen. Mit dieser Option wird u.a. versucht, den Eigentümer oder die Gruppe einer Datei zu setzen. Dies schlägt auf dem FTP Server im Zweifelsfalle fehl, wodurch der Vorgang nicht komplett abgeschlossen werden kann. Ferner versucht rsync stets, das TMP-Verzeichnis innerhalb der tranferierten Daten abzulegen – was wiederum zu Problemen führt.

All diese Probleme kann man wie folgt umschiffen:

rsync -rltv --temp-dir=/tmp/ --stats --progress /home/www/wordpress-update/ /home/www/mount/servername

Mein aktueller Anwendungsfall war ja das Updaten von WordPress Installationen – hierbei will man einige Dateien auf keinen Fall überschreiben (die Konfigurationsdatei, die XML-Sitemap des Google-Sitemaps-Plugins und die .htaccess). Da die Anzahl der auszuschließenden Dateien recht gering ist, kann man das noch prima mittels --exclude machen:

rsync -rltv --temp-dir=/tmp/ --stats --progress --exclude=wp-config.php --exclude=robots.txt --exclude=sitemap* --exclude=.htaccess --exclude=wp-content /home/www/wordpress/ /home/www/mount/servername

Weiteres und eine auführlichere Beschreibung vielleicht schon morgen, jetzt muss ich erstmal schlafen 😉

Danke für die Anregungen/Ideen an: blog.simlau.net, lieber-linux.de, stackoverflow.com, debiantutorials.net und commandlinefu.com.